So fuhren wir einwenig durch die Gegend, zu seinem Stammplatz und trafen ein paar seiner Freunde.
Das Gute war, es konnte eigentlich jeder Englisch, der sich mit mir unterhielt so war es eigentlich sehr angenehm und die etwas über 2h vergingen wie im Flug, danach ging es in eine Mall und wo wir andere Freunde trafen. Auf dem Weg dorthin zeigte er mir noch einige Dinge der Stadt unter anderem, das Rotlichtviertel, welches das größte Südostasiens sein soll, was mich verwunderte, da dies ja absolut keine Tourihochburg ist. In den 5 Minuten durchfahrt sah alles gleich aus.
Jedoch gab es dort ein paar Dinge die mich irittierten,...
irritierten, nicht erregierten!
Als erstes scheint es wirklich nur Sex und Fressen zu sein, was es dort gibt, immer abwechselnd, vielleicht auch beides kombiniert an dem ein oder anderem Ort. Anstatt Mädels dort auf der Straße flanieren zu sehen, wie ich es erwartet hätte, gab es eher große Schaufenster wo man in den Vorraum schauen konnte und wer denn gerade zur Verfügung stand. Beeindruckend war es nicht, die meisten tiefstasiatisch, also ne hübsche Tila Tequila gab es da nicht zu sehen. Alles in allem ging es aber in Richtung billiger Sextourismus, auch wenn es hier keine Ladyboys geben solle.
In der Plaza gab es dann auch einen bunten Mix seines Freundeskreises. Alles mögliche war vertreten, 3 Französinnen, 2 Deutsche, Niederländerinnen, etc. Mit diesen relaxxten wir auch einwenig und danach, ging es in eine Diskothek. Ich hätte nicht gedacht, dass ich ausgenommen von Publikum und Liveband hier so etwas westlich Orientiertes finde.
Alles erinnerte doch an Deutschland, es gab einen großen Raum mit Dancefloor wo scheinbar mehr die aktuelle Radiomusik von hier kam und den Whiteroom, wo House kam. Allgemein war es ziemlich relaxxt und besonders die Liveband, fand ich trotz Verständnisproblemen sehr amüsant.
Das einzige was nur richtig ätzend war, war der Zigarettenqualm, die haben hier nicht wirklich Plätze wo rauchen verboten ist und da hier jeder 2. raucht wie es mir scheint, war der Raum voll davon und ich froh als ich im Mainrum stand, wo es nicht so zugequalmt war, also muss ehrlich sagen, das vermisst man dann in Deutschland, es ist allgemein sehr unangenehm, das sie hier überall rauchen, überall!
2h später ging es auch dort wieder raus es gab am kleinen Straßenstand noch ein paar Nudeln (das sind so Tütennudeln, aller 2 Minutennudeln) und ein paar kleinere Snacks, welche Anez mir zeigte und anderem
Schnecke und Hühnerlunge, dies definiert man hier als Snacks!
Irgendwann gegen 2 Uhr war man dann auch Zuhause. Heute ging es dann erst gegen 10 Uhr aus dem Bett, ich machte mich fertig und fuhr, zur Plaza (Mall), wo ich frühstückte, ganz einfach Nasi Goreng und nen schönen Avocadaosaft, da der Avocadosaft sehr dickflüssig ist (wird übrigens immer frisch gemacht, also aus ner Frucht), war ich danach auch ziemlich satt.
Auf dem Rückweg verlor ich dann durch den leichten Fahrtwind, den zu großen Helm von Anez, sammelte ihn wieder ein und dieser war ebenfalls nicht der neuste, aber sicher vom Kopf geflogen ohne jemand zu verletzen, ich hielt dann nochmal bei Anez Haus an nahm den anderen Helm den ich gestern hatte und auch zubinden konnte und ab ging es.
Anez hatte mir heute sein Moped geliehen, und lies mich damit rumkurven, es war eine wie er sagt alte Lady, so ging es net zu schnell vorran.
War auch meine erste Erfahrung mit so nem Scooter und ich muss sagen, wendig sind sie ja und leicht zu händeln beim parken, aber wenn man doch mehr als das doppelte an Gewicht unter sich hat, welche sicherer auf den Straßen liegen, fühlt man sich auch sicherer, kann auch am wirklich noch verrückteren Verkehr gelegen haben.
Für mich ging es dann nur 30km südlich von Surabaja, was übrigens Hai(Sura) und Krokodil(Baja) bedeutet.
Dort wollte ich mir nahe Sidorajo einen Vulkan ansehen, es wäre ja der erste Vulkan, welchen ich hätte besteigen können.
Jedoch handelte es sich hier um eine besondere Vulkanart, so das ich trotz 24/7 Aktivität und kleiner Rauchwolke, keine Angst hatte und sicher bis auf weniger als 300m Luftlinie an die Ausbruchsstelle rankam.
Der Vulkankrater war nicht zu sehen, da dieser seit 2006 stetig von mehr und mehr ausgeworfenem Schlamm überdeckt wurde und einen Teil der Stadt unter sich begrub und mittlerweile durch eine Art Damm mehr oder weniger eingedämmt wurde, es ist somit soetwas wie das Pompeji Javas.
Allgemein war es sehr interessant, dieses Wasser/Schlammgemisch zu sehen, es wirkte, sehr dickflüssig und als ich näher ranfuhr, und s roch auch stark nach einer Substanz welche ich so rein als Laie, einfach mal als typischen Vulkangeruch bezeichnen würde.
Es war aber sicher kein Schwefel, dieser soll unangenehm stinken, ich denke es handelte sich um Phosphor oder ein anderes Gas was bei solchen Reaktionen mit aus den Tiefen der Erde austritt.
Stand leider auch nichts im Internet zu. Allgemein war das ganze Szenarie in halbdickflüssigen großen See geteilt mit aufsteigender Wolke und getrocknetem leicht nachgibigem Schlamm mit versunkenem Haus und vielen sehr interessanten Rissen in diesem.
Allgemein war es kein teurer Ausflug, ich gab insgesamt, 9.000 Rupie aus für so Eintrittskram (typisches ich stell mich heut hier hin und verlange Geld) und gab dann noch dem Typ der mich einwenig rumführte 6.000 Rupie.
Auf dem Weg zurück musste ich dann doch zum uncoolen, aber sehr sehr nützlichen Gefährt Sonnebrille und Tuch nutzen, da einfache die Abgase in der Luft zu viel waren, da hier wiedermal teilweise ein zähfließender Verkehr war, so ging es viel zu cool zurück.
Ich fragte mich aber wie manche Leute da den ganzen Tag zwischen Autos kram verkaufen wollen, und wie alte Frauen auf einem kleinen 30cm hohen Mittelstreifen dort den ganzen Tag in Hitze und Smog aushalten um ihren Lebensunterhalt zu erbetteln.
Bei Anez Zuhause chillten, gerade seine kleine Schwester, eine Freundin und die Eltern im Wohnzimmer und wir kamen einwenig ins Gespräch, Dolmetschen konnten ja die Mädels.^^
Ich bekam dann noch die Nationalspeise Surabayas und legte mich dann einwenig hin.
Anez fragte mich ob ich mit ihm mitkommen mag, ich sagte ihm aber, das ich gerne Knowing sehen würde, da ich relaxxen wollte. So geht es gleich für mich im Kino Knowing ansehen, da die DVD nicht funktioniert. (wurde mir mitgeteilt, das ich sie behalten soll, da alle ausnahmslos im DVD Player gehen aber nicht immer im Notebook).
Morgen könnte es für mich dann auch schon weiter gehen, ich bin noch am überlegen, was ich morgen mache und werde mich diesbezüglich morgen informieren.
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