Also am Samstag ging es dann für mich irgendwann gegen 10 aus dem Bett.
Die Portugisin, war soweit ganz ok, aber naja mit ihr reisen wollen hätte ich mir nicht umbedingt geben müssen, aber das war auch halb so schlimm die sol glaube 4 Uhr morgens schonwieder weg gewesen sein nach Bromo. Sie war halt eher so jemand der gern sich alle Zeit der Welt nimmt um auch den letzten Stein irgendwo am letzten Ziffel einer Insel umdrehen deswegen bereiste sie warscheinlich in 3 Monaten auch nur Südthailand, Sumatra und nun Java.
Aber das hatte sich eh erledigt, denn die gute sollte schon gegen 4 Uhr morgens wiedder verschwunden sein.
Ich bestellte mir auch einen Shuttlebus für 16 Uhr und war wie gefordert ab 15 Uhr abreisefertig.
Gegen 14 Uhr kam auch Anez nach Hause und machte sich auf Yogjakarta.
Mein Bus kam dann gegen 17:20 auch endlich so viel zum Thema ab 15 Uhr Abreisefertig sein. Wir sammelten noch den restlichen halben Bus ein und dann gings los nach Malang. Die Busfahrt war unspektakulär und ich der letzte, welcher gegen 22 Uhr abgesetzt wurde.
Ich traf als ich ankam und der Bus sich die Schlaglöcher hochquälte auch gleich Novi's Bruder durch den ich gestern den Couchsurfkontakt bekommen hatte und ein Mädel wieder was sich als seine Freundin rausstellen sollte.
Ich wurde wie immer freundlich begrüßt und es gab direkt was zu Essen und zu trinken für mich. Danach teilte mir Novi mit, dass ich ja nach Bromo will und das sie mir Sempu zeigen möchte und wir deshalb 12 Uhr los müssen, also in 1,5h...
So ging es dann vollgepackt mit 2 Motorrollern Richtung Bromo. Ich dachte ich spinne, als sie mir mitteilte, das der Weg 4h sein. Bromo liegt auf der Karte vielleicht 40-50km weg von ihrem Zuhause, aber man muss da von der Rückseite ran, also einmal um Berg...
Ich fuhr mit Novi und ihr Bruder Bowo mit seiner Freundin Eva.
Da es alte Motorroller waren mussten wir an einer Stelle sogar gasgeben und mit den Füßen schieben, damit wir den steilen Berg hochkamen.
Kurz nach 4 Uhr waren wir dann auch oben, aber naja Sonnenaufgang war schon fast angebrochen und der Jeep den wir bestellt hatten lies auch noch auf sich warten, aber so gabs zumindest etwas zu sehen.
Danach kam der Jeep und wir fuhren zum Aussichtspunkt, wo man sich normalerweise den Sonnaufgang anschaut und sicher auch schon 40 Jeeps, etc. rumstanden. Wir stiegen aus und uns kamen schon die ersten anderen Touris entgegen. Wir schauten uns die Aussicht an etc. und dann ging es wieder runter zum Krater, die Fahrt war eher wie eine Safaritour, da es keinen wirklich ruhigen Moment gab, weswegen diese alten Jeeps auch unglaubliche Stoßdämpfer haben.
Dort gab es dann nochmal 2km Fußmarsch, welchen wir sicherlich 3x so schnell bewältigten wie Novis Bruder und der Panda (warum Panda, kommt noch).
Oben roch es dann auch schon ziemlich stark nach Schwefel (faulem Ei), weswegen die meisten ein Halstuch umbunden. Wir gingen wieder runter und auf dem Rückweg das Selbe Spiel, Bowo und Panda brauchten ewig, da sie noch Wildblumen von einer der Frauen kauften und so ein hässliches Bromo T-Shirt. Wir boten Ihnen an eines der vielen, scheinbar in der Wäsche eingelaufenen Wildpferde zu nutzen, aber das wollten sie nicht, Eva wäre wahrscheinlich ohne 3 Mann Hilfe nicht draufgekommen und das Pferd hätte sicher auch noch nen stützendes Element bei dem Transport vertragen können.
Am Ende ging es dann zurück mit dem Jeep zum Ausgangspunkt und ich durfte wieder runterfahren auch wenn ich nicht wollte, ich wusste dann auch warum.^^ Wenn der Hintermann sein Gewicht nicht am Griff hält, hat man dann dem sein Gewicht beim Bremsen extra noch dazu und wenn man hart bremst, knicken einem da fast die Arme weg. Aber alles kein Problem gewesen, immer langsam gebremst etc., ich dachte mir aber der arme, arme Bowo.
Wir machten dann auf halbem Weg rast und bestellten uns Essen, da die Karte rein auf indonesisch war, lies ich mich überraschen. Es kam ein Gericht, oder eher mehrere für 4 Personen, auf dem Tisch war kaum Platz für unsere Teller, als alles aufgetischt war.
Beim essen, nahm sich Eva, dann einen grünen Stengel von irgendwas und mümmelte ihn vor sich hin, als ich das sah musste ich fast laut loslachen.
Weil naja sieh sah einfach aus wie ein fetter Panda, welcher da gemütlich an der Wand sitzt und vor sich hinmümmelt.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Nach dem Essen entschieden wir, da alle kein Schlaf bekommen hatten über die Nacht, das Novi und ich weiter fuhren nach Sempu und die anderen 2 fuhren langsam nach Hause.
Der Verkehr hier wird noch verrückter, so gabs auch auf dem Rückweg 1-2 knappe Situation, meist wenn man jemand rechts überholt und genug Platz hat und dieser dann auch aus irgend einem Grund, nach rechts will und man dann den halben Meter aufs entgegenkommende Fahrzeug verliert. Zurück in Malang, sah es nach Regen aus, so das, da mir auch von den knapp 8h Fahrt der Arsch wehtat ich eigentlich nicht ganz so Lust hatte noch dahin zu fahren, aber Novi meinte,es klart schonwieder auf und wir fuhren also nun nach Süden. Ich fragte sie wie weit es denn ist ca. 2h Also würden wir gegen 17 Uhr an der Insel Sempu sein.
Waren wir auch ziemlich perfekt. Wir wollten übersetzen mussten aber warten, da noch die Insel von der Security überprüft wurde und man nicht über Nacht auf dieser unbewohnten Insel sein durfte.
Uns wurde aber mitgeteilt, das noch 3 andere Besucher sich dort aufhalten.
18:30 setzten wir auch mit einem kleinen Boot über und wurden 20 Minuten und einen kurz vor Ende ins Boot gesprungen Fisch später abgesetzt, alles war stockduster.
Wir hatten vom Fährmann noch so ne Halogenkopftaschenlampe bekommen, welche sich als unbeschreiblich wichtig herraustellen sollte.
Wir wanderten durch den Dschungel und ich fragte nach wie lang das wohl dauert bis zu der einen besonderen Bucht.
Novi sagte mir 1,5h.
Ich dachte mir so Scheiße, warum hab ich nur ja gesagt.
Als wir dann 100m in der Insel drinne waren, sagte sie mir, da es sehr maschig, nass und glitschig wurde, also bei den Bedingungen vielleicht sogar 3h.
Ich dachte mir wieder Scheiße, warum habe ich nur ja gesagt.
So zog ich dann auch meine Schuhe aus und Barfuß mit Schuhen in der Hand und kleiner Taschenlampe, mit wenig Licht wo man auchnoch drücken musste um dies zu erhalten in der selbigen ging es weiter.
Novi ging vorran, da sie die Halogenlampe auf dem Kopf hatte.
Es war wie laufen auf Seife, man fand wenig halt und rutschte oft weg.
Die Wurzeln, Dornenäste und Korallensteine taten ihr übriges. Man blieb an kleinen Wurzeln hängen, was dann doch an den Füßen nicht angenehm war, man trt auf Wurzelstümpfe was auch nicht das tollste Erlebnis war, man faste in Dornenäste, und man trat auf scharfkantige Korallensteine... Alles in allem dachte ich als wir ankamen, das meine Füße sicher total zerschunden sind, so oft wie es wehgetan hatte, aber naja relativ wenig passiert ein paar Kratzer.
Novi rutschte 2x auf der ersten Hälfte des Weges aus und setzte sich voll in den Matsch, ich war heilfroh, dass mir dies nicht passiert war, jedoch passierte es mir auch noch.^^ Dabei gab dann die Taschenlampe vorrübergehend den Geist auf (bis zum nächsten morgen)
Ich dachte mir so Scheiße, warum hab ich nur ja gesagt.
So ging es immer für mich vorran, den Weg beleuchtet durch Novi und dann kam sie selbst nach, als ich ihr mitteilte, dass ich sicher stand.
2,5h hat es gedauert bis zur Bucht. Dort fanden wir auch ein Zelt, wo die 3 anderen Leute bereits schliefen.
Die Bucht war wunderschön.
Es war gigantisch, am Himmel waren unendlich viele Sterne zu sehen und die Milchstraße (wie im australischen Outback) und das Wasser, ich weiß nicht, aber jedesmal, wenn man mit der Hand dort durchfuhr, sah es aus, als ob man angestrahlte Silbermünzen reinwirft oder Glühwürmchen losfliegen so wie das geleuchtet hat, aber allgemein, war es sicher nur das Licht der Nacht, was sich in den Luftblasen irgendwie gebrochen hat oder so. Anez hatte es in seinen Erzählungen mit Diamanten verglichen.
Ich wusch mich einwenig im Salzwasser der Bucht ab, eigentlich hab ich die ganze Zeit nach vorn gesehen ins Wasser baden zu gehen, hatte nicht umsonst den ganzen Tag meine Badehose drunter gehabt.
Aber worin schlafen.
Lange Hose war nass und bis zu den Knien teilweise mit Matsch besudelt, Pullover, war auch nass vom Schweiß genauso wie mein T-Shirt und ebenfalls mit Matsch besudelt.
Ich habe ehrlichgesagt bei der 2,5h Wanderung so geschwitzt wie glaube noch nie, sicher aus unbehagen gegenüber der Dunkelheit, mit so wenig Licht, der Angst wegzurutschen und auch einfach nur weils teilweise sauanstrengend war.
Nachdem auch Novi sich gewaschen hatten nutzten wir jeder unser Regencape als Unterlage und schliefen. Sie brauchte nix zum zudecken ich verkroch mich trotzdem von Kopf bis Fuß zusammengerollt unter mein Handtuch, da ich nicht wusste ob das Mosiktoschutzcremezeugs wirklich wirkte, was wir gekauft hatten, da wir kein Netz gefunden hatte, wie ich es gern wollte.
Ich legte mich hin und fragte noch ob uns der Fährmann nicht von hier abholen kann, da ich den Weg nicht wirklich gern zurück wollte, aber naja es war ein abgeschlossener Buchtbereich wo kein Boot reinkam, ich dachte mir so Scheiße, warum hab ich nur ja gesagt.^^
Naja ich wurde dann mitten in der Nacht geweckt mit den Worten "It's starting to rain."...
Ich dachte mir so Scheiße, warum hab ich nur ja gesagt.
Wir überlegten was wir tun sollten und da durch den Regen auch die 3 im Zelt wach waren, wo wir direkt 2m weg lagen, fragten wir ob wir uns kurz unterstellen konnten.
Ich dachte es sind Touris aber es waren 4 Indonesier, ka wo der 4. herkam, da von 3 die rede war aber naja so saßen wir 10 Minuten zu 6. im 3 Mannzelt.
Ich schaute auf die Uhr und stellte fest es war kruz vor 24 Uhr, wäre es zumindest um 3 gewesen oder so, aber naja so blieb noch einiges an Nacht übrig.
Danach hatte es wie vermutet schonwieder aufgehört, da ich immernoch die Sterne sehen konnte, war es sicher nicht komplett bewölkt.
Wir legten uns wieder hin, gefühlte 45 Minuten später, das selbe Szenario. Nur halt 5 Minuten.
Sicherlich keine Stunde später wieder das selbe, ich hab es durch mein Handtuch immer garnicht so mitbekommen, deswegen wurde ich jedesmal von Novi geweckt.
Ich schaute kurz und sagte ich, das mein Regencape wo ich drauflag breit genug war um darauf zu liegen und mich und all mein Rucksackhab ung gut zuzudecken und so tat ich dies auch und sie auch und ja schlief dann noch 2 weitere kurze 5 Minuten Regenschauers bis morgens 5 Uhr als der Wecker klingelte.
Die Nachbarn bauten schon das Zelt ab und ich drehte eine Runde, um nun endlich in den Genuss der schönen Natur zu kommen und es war wirklich wunderschön.
Ich stieg auf die Korallenklippen und schaute aufs Meer und beobachtete wie sich die Bäume gefährlich wie bei Jurassicpark bewegten, als die schwarzen Affen dort scheinbar eine Olympiade durchführten.
Ich wäre am liebsten Baden gegangen aber mit halbnasser Badehose auf dem Motorrad sicher auch nicht die besten Entscheidung.
So ging es gegen 6:30 Uhr zurück diesmal bei Tageslich, ich kann nicht sagen, dass dies angenehmer war, da man nun die Insekten rumfliegen sah etc. und auch allgemein Dschungel nicht so mein Gebiet ist, wenn es um Hautkontakt geht. 9 Uhr waren wir wieder auf dem Festland. Wir holten das Motorrad ab und ich bezahlte die 125.000 für die Hin- und Rückfahrt.
Übrigens das zweite mal das ich bezahlte( abgesehen von kleinen Snacks und Wasser für die Insel) Tee, Benzin, Bromo Jeeptour und Eintritt, Essen, wieder Benzin, ne Coke ging alles auf ihre Kosten. Ich hatte sie immer wieder gefragt was sie bekommt aber sie meinte es ist ok.
Wir fuhren noch 500m zum Fischmarkt, da Novi 1kg Fisch für ihre Mum kaufen wollten, omg, was für riesige Fische dort rumlagen unfassbar. Der Fisch war natürlich frisch gefangen, so kamen auch auf einmal mir ca. 30 Leute jeweils mit Bambusstangen bewaffnete Richtung Pier entgegengestürmt, um dort den Fisch dranzuhängen.
Danach ging es dann diesmal als Beifahrer wie schon auf der Hinfahrt von Malang zur Insel zurück zu Novi nach Hause, und dort gab es erstmal eine Dusche.
Ich wusste nicht, das duschen so angenehm sein kann, auch wenn das Wasser hier im bergigeren Gebiet doch kälter ist.
Danach setzte sie mich in der Mall ab wo ich gerade sitze und fuhr zur Arbeit um wieder ihren Studenten Englisch beizubringen.
Allgemein, war es doch eine sehr spannende und spaßige Aktion, auch wenn ich mir bis jetzt nicht im klaren bin, ob ich glücklicher gewesen wäre, wenn ich das Inselabenteuer nicht gehabt hätte.
Aber ich denke mal auch wenn es allgemein mit dem ganzen Aufwand und Weg Gesamtgesehen nicht die schönste Erfahrung war, war sie dennoch einmalig, aber für mich geht es jetzt erstmal nichtmehr in Dschungel, welche nass sind oder es werden könnten.
Wenn ich wieder bei Novi Zuhause bin, fotografiere ich sicher erstmal meine Schuhe noch bevor ich sie wegschmeiße, weil die sind von nur 2 Minuten so dreckig geworden, dass ich die garnicht mehr anziehen will.
So ihr musstet diesmal einwenig länger warten, aber ich hoffe es hat sich gelohnt und ihr habt es irgendwie geschafft den langen Text zu lesen und erfreut euch an den Bildern, welches glaube max. 20% von den letzten 50h mit nur maximal 6h Schlaf gewesen sind.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen